BLICKLE RAUM 2020

Amina Handke nutzt 2020 den Blickle Raum Spiegelgasse im Rahmen ihrer Residency als temporäres Atelier.  In dem Covid-19- und terrorgeprägten Ausnahmejahr gibt sie Einblicke in die unterschiedlichen Phasen ihres kreativen Arbeitens, in dem sie unter anderem Fragen nach "Werk" und "Original" oder nach "Archiv" und "Erinnerung" formuliert.

Die Künstlerin bewegt sie sich durch ihr eigenes biografisches Archiv und bedient sich verschiedener Medien. Etwa in der filmischen Bearbeitung des Theaterstücks "Kaspar" (Peter Handke, 1967), in dem ihre Mutter Ligbert Schwarz die Titelrolle übernimmt. Der Blickle Raum wird dafür für Amina Handke zum Drehort und Studio. Während der Vienna Art Week 2020 öffnet sie den Raum auch mal online.

Für den Raum: Ursula Blickle, Claudia Bauer, Claudia Slanar

 

BLICKLE RAUM 2019

Manuel Gorkiewicz ist der Künstler, der 2019 eingeladen wurde, den Blickle Raum zu nutzen. Auch dieses Jahr steht der Raum im Fokus, der 1973 in Graz geborene Künstler schafft mit der Installation Kabuff ein Setting für weitere Künstler_innen, die poetische und szenische Interventionen umsetzen. Konzeption: Tina Schelle

Für den Raum: Ursula Blickle, Claudia Bauer, Claudia Slanar

 

2018
ES GEHT NOCH MEHR

In Zeiten, in denen wir täglich überrascht werden, bleiben wir vorhersehbar: Der Raum selbst steht auch 2018 im Fokus der geladenen Performer_innen. Er wird als essentielles Instrument zur Verfügung gestellt und so hinterlassen, wie er vorgefunden wurde: Eine weisse Box mit mehreren Öffnungen. Doch diesmal mutiert er vornehmlich zur Projektionsfläche: Für örtliche wie zeitliche Übertragungen, für Aneignungen, für Beziehungskonstellationen oder Erzählungen, die trotz geänderter Charaktere immer noch nachhallen. Es gilt auch dieses Mal: Alles bleibt beim Alten, doch beim nächsten Mal ist alles anders. Carola Dertnig, Claudia Slanar

 

2017
Es geht so viel wie rein geht

2017 steht der Blickle Raum im Zeichen performativer Untersuchungen und deren Verbindungen zu Tanz, Architektur und Sound. In einer Serie von Performances wird der Raum selbst untersucht, er ist Bühne, Kontext, Ort der Zusammenkunft, soziale Spielwiese, Projektionsfläche, Verhandlungsraum und Nicht-Ort in vielerlei Hinsicht. Alltägliche Handlungen, konditionierte Verhaltensweisen, ausdrückliche Bewegungen sollen in ihrer Ursache und in Wechselwirkung mit den räumlichen Komponenten erkundet werden. Der Raum wird als essentielles Instrument zur Verfügung gestellt und so hinterlassen, wie er vorgefunden wurde: eine weiße Box mit mehreren Öffnungen. Die Interventionen müssen also ephemer und immersiv sein, mit minimalem Effekt und großer Nachhaltigkeit. Alles bleibt beim Alten, doch beim nächsten Mal ist alles anders. Carola Dertnig und Claudia Slanar

 

Blickle Raum Spiegelgasse 2013-2016

Der Raum wurde in den Jahren 2014/15 Roman Pfeffer und 2015/16 Gabriele Rothemann für jeweils über ein Jahr zur Verfügung gestellt, um diesen in ihrem Sinn zu nutzen. Die Künstler_innen zeigten und konzipierten zahlreiche Ausstellungen und Projekte, die im Dialog mit Werken anderer Künstler_innen standen. So entstand ein offener Ort des Diskurses und Ausstellens, der sich ab 2017 verstärkt mit performativen künstlerischen Formaten beschäftigt.
www.romanpfeffer.com
www.gabrielerothemann.com